Kulturzelt 2010 – Programm in der Woche vom 19. bis 25. Juli
Eingetragen am 14. Jul, 2010 von justinteam in Nachrichten
Das Kulturzelt 2010 startet in die dritte Veranstaltungswoche. Noch bis zum 22. August gibt es neben bekannten Größen vielen Neuentdeckungen auf der Bühne im neugebauten Zelt an der Drahtbrücke in der Karlsaue. Und hier sind die Künstler in der Woche vom 19. bis 25. Juli:
CocoRosie sind nicht etwa Coco und Rosie, sondern die bezaubernd anzustaunenden Schwestern Sierra und Bianca Casady. Ihre Jugend verbrachte die Eine in Paris, die Andere in New York. Geboren wird die Band CocoRosie als Bianca ihre “französische” Schwester in Paris besucht und dann doch ein wenig länger bleibt. In einer kleinen Wohnung im 18. Bezirk spielte Sierra Gitarre und Flöte und Bianca die Percussions. Nach acht emsigen Monaten hält das Geschwisterpaar ihr Debut “La Maison De Mon Rêve” (”Das Haus meiner Träume”) in den Händen, auf dem nicht nur beider Stimmen, sondern auch jede Menge Hintergrundgeräusche festgehalten wurden. In bonbonfarbiger musikalischer Verpackung gibt es Texte über Straßenkämpfe, Rassismus und Kinderprostitution. Herrlich schön kauzig, herrlich schön schräg! Anfänglich nur von Insidern beobachtet, hat sich in New York eine erfrischende Avantgarde-Szene gegründet.
Mittwoch, 21.07.2010
CocoRosie (USA)
Grey Oceans
17 EUR/ 19 EUR* (* Vorverkauf plus 1,50 Euro VVG / Abendkasse)
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Seit dreißig Jahren verwöhnen die amerikanischen Folkrock-Barden ihr Publikum mit mitreißenden Melodien und gehaltvollen Texten. Angesprornt vom großen Erfolg geht die Band im Sommer 2010 auf Tournee. Ihr 1. Album veröffentlichten sie 1983 und seither nimmt der Erfolg kein Ende. Das Album enthielt die Original-Versionen der internationalen Hits wie „All You Zombies“ und „Fightin’ On The Same Side“. Ein Jahr später unterschrieben die Hooters ihren 1. Major-Platten-Vertrag bei Columbia Records und veröffentlichten 1985 ihr offizielles Debut “Nervous Night” mit den Klassikern “Day by Day“, “And We Danced”, “Where Do The Children Go” und natürlich “All You Zombies”.
Donnerstag, 22.07.2010
The Hooters (USA)
Both Sides Live
24 EUR/ 26 EUR* (* Vorverkauf plus 1,50 Euro VVG / Abendkasse)
Leider ist dieses Konzert ausverkauft. Aber auf der Wiese gibt es sicher noch ein Plätzchen, wo man der Musik lauschen kann.
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Funky Partyabend im Kulturzelt! Einer der Erfinder dieser energetisch aufgeladenen Fortschreibung von Jazz und Soul persönlich: Posaunist Fred Wesley rockt das Haus. Begleitet wird er von einer Superband des Genres, die den verheißungsvollen Namen „The New JBs“ trägt. JB, dahinter verbirgt sich natürlich James Brown, der „Godfather of Soul“, dem Wesley seinen unverwechselbaren Stil zu verdanken hat – und umgekehrt. Denn in den sechziger und siebziger Jahren trug Wesley – wie auch die beiden anderen Legenden der Brown-Band, Maceo Parker und Pee Wee Ellis – dazu bei, dass der charismatische Soul-Shouter von einem eng verzahnten und immens groovenden Gruppen-Sound getragen wurde.
Freitag, 23.07.2010
Fred Wesley & The New JBs (USA)
Hit me, Fred
17 EUR/ 19 EUR* (* Vorverkauf plus 1,50 Euro VVG / Abendkasse)
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Der schwedische Bassist Dan Berglund ist international bekannt durch seine Mitgliedschaft bei e.s.t., der womöglich einflussreichsten Jazzband der letzten Dekade. Esbjörn Svensson (piano) und Magnus Öström (drums) waren seine kongenialen Partner in dieser künstlerischen Einheit, die die Art wie Jazz heute verstanden wird entscheidend geprägt hat. Eines von Dan Berglunds Markenzeichen ist die unglaubliche Wärme, der runde und volle Ton den er seinem Instrument entlocken kann, daneben auch der Gebrauch unzähliger Effekte um den Double Bass Sound zu verfremden und damit in seinem Spektrum zu erweitern. Der tragische Tod von Esbjörn Svensson bereitete der vielversprechendsten Jazzformation ein zu frühes Ende. Eine Neusondierung war nötig. Berglunds neue Partner sind Johan Lindstroem an der Gitarre, Martin Hederos von der Pop-Band “The Soundtracks of our Live” am Piano und Andreas Werliin am Schlagzeug. Sämtliche Stücke für die neue Formation und das Debut-Album sind gemeinsam geschrieben, arrangiert und produziert. Bei Tonbruket finden sich verblüffend vielfältige und schillernde Anklänge: an nordische Folkmusik und amerikanische Countrymusik, an Ambient Music und Drum & Bass, oder gar an Artrock.
Wie man “The Art Of The Trio” perfekt beherrscht, das kannte man bislang nur von Brad Mehldau, Bill Evans und E.S.T. Mit dem norwegischen Helge Lien Trio macht sich nun eine neue Formation auf den Weg, dem Piano-Trio neue, spannende Klangbilder hinzuzufügen. Das perfekt aufeinander
eingespielte Trio hat mit ‘Hello Troll’ ein Album vorgelegt, das lyrisch-impressionistische Stimmungsbilder zeichnet, deren Anziehungskraft man sich nur schwer entziehen kann. Helge Lien, der neben seinem eigenen Trioprojekt auch mit anderen norwegischen Acts, wie zuletzt mit Silje Nergaard, unterwegs ist, hat mit seinen Bandkollegen Frode Berg (Bass) und Knut Aalefjær (Drums & Percussion) eine ganz eigene, unverwechselbare Art des Triospiels entwickelt. Mit traumwandlerisch sicherem Zusammenspiel entwickeln die Musiker einen kammermusikalisch anmutenden Jazz, der sich durch harmonisch komplexe Klangfarben auszeichnet. Anknüpfend an Bill Evans’ lyrischer Kraft und dem beschwingt melancholischen Spiel eines Esbjörn Svensson, erzeugt Lien auf ‘Hello Troll’ Stimmungsbilder, die er im ständigen Dialog mit Berg & Aalefjær mit leichter Hand vorträgt.
Samstag, 24.07.2010
Dan Berglund’s Tonbruket (S) / Helge Lien Trio (NW)
Jazz forward!
20 EUR/ 22 EUR* (* Vorverkauf plus 1,50 Euro VVG / Abendkasse)
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Lange schaute man in Brasilien erstaunt auf die Elektro-Bossa-Welle ; die Synthese, die die Europäer da aus Tropenrhythmen und Technologie in den letzten Jahren gebastelt hatten. Einige Zeit dauerte es, bis mit Suba, mit Bossacucanova und schließlich auch mit Bebel Gilberto im Heimatland von Samba und Bossa Nova die Verzwirbelung von neuen Bits und alten Beats Fuß fasste. Doch nun ist auch auf der anderen Seite des Atlantiks kreative Blütezeit angesagt. Maria Do CéU Whitaker Poças, kurz CéU (sprich: SÄ-u, zu deutsch: Himmel!), nennt sich das neueste Stimmenwunder aus Sáo Paulo, das Samba-Grooves mit TripHop, Lounge, Dub, Jazz und Funk poliert. Wer die barcelonesische Nubla mochte, der wird von CéU hochbegeistert sein. Diese Musik ist – der Rückverweis auf ihren Namen liegt nah – einfach nur “himmlisch”. Geschickt umschifft Cèu die Klischees, lässt sich nicht auf sirenenhaftes Hauchen oder auf die überstrapazierte Drum’n’Bossa-Masche ein. Stattdessen gibt es eine feinziselierte Gratwanderung.Seite.
Sonntag, 25.07.2010
CÉU (Brasilien)
Vagarosa
17 EUR/ 19 EUR* (* Vorverkauf plus 1,50 Euro VVG / Abendkasse)
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Karten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich!
Vorverkauf: im HNA-Kartenservice, Kurfürstengalerie in der Mauerstraße, Tel. 0561-203 204 • in allen HNA-Geschäftsstellen • bei Gestochen Scharf, Dörnbergstraße, Tel. 0561-788 060
Mehr Informationen auch über: www.kulturzelt-kassel.de
Fotos: CocoRosies Mom, Joerg Grosse Geldermann, Archiv (n.h.)








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